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10.04.2017 17:06

Erzbischof Stephan Burger feiert Chrisammesse im Münster

Freiburg (mr) „Die Welt braucht einen anderen Geist als den Ungeist der Gleichgültigkeit, der Vergeltung oder des ‚Ich zuerst‘“, sagte Erzbischof Stephan Burger am Montag (10. April). Bei der Chrisammesse mit Weihe der Heiligen Öle im Freiburger Münster ergänzte er: „Hilfe, Unterstützung, Interesse am anderen ist angesagt.“ Schließlich entspreche es der Berufung eines Christen, an einer Gesellschaft des Friedens und der Gerechtigkeit mit zu bauen, „an einer Gesellschaft, die nicht verlernt, dem anderen in ehrlicher Offenheit und Nächstenliebe zu begegnen“. Der Erzbischof konkretisierte: „Wo bloße Besserwisserei, Machtstreben und Konkurrenzdenken vorherrschen, geben wir dem Heiligen Geist keine Chance.“ So könne es nicht sein, „dass mit unserer Hilfe Unwahrheiten verbreiten werden, auch nicht im Internet und unter dem Vorwand, dass mich dort keiner kennt“.

Erzbischof Burger sagte, eine Salbung mit Heiligem Öl solle die Menschen fit machen für ein geistliches Leben, „bei der Taufe angefangen bis hin zur Krankensalbung“. Von Christen solle daher „ein guter Geist ausgehen“: die frohe Botschaft, der Trost für die Trauernden, Jubel statt Verzweiflung. Nicht Dauerkritik oder ständiges Nörgeln seien gefragt.

Sich für andere einsetzen: Zeugnis vom Geist Gottes

Der Erzbischof dankte den anwesenden Kindern und Jugendlichen aus dem ganzen Erzbistum für ihr Zeugnis vom Geist Gottes. Er erklärte, „dazu tragt ihr bei, wenn ihr euch für andere einsetzt in der Schule, in der Freizeit, in der Jugendarbeit, in der Gruppenstunde, bei den Ministranten und so weiter. Sich für andere einsetzen und nicht jene links liegen lassen, mit denen andere nichts zu tun haben wollen. Jene nicht vergessen, die sich zum Beispiel wegen einer Behinderung – egal in welcher Form – schwer tun und sich sonst am normalen Leben nicht beteiligen können.“

Die Öle, die in der Chrisammesse geweiht werden, sind nach den Worten des Erzbischofs ein sichtbares Zeichen für die Gemeinschaft der Kirche. „Durch sie wird deutlich: der Segen Gottes gilt uns Menschen und er will durch uns an andere Menschen weitergegeben werden.“ Der Erzbischof ergänzte: „Ohne den Geist Gottes laufen wir Gefahr, dem Ungeist der Langeweile, der Verzagtheit und des Egoismus Platz zu machen.“

Nach der Chrisammesse werden die geweihten Salböle von Vertretern der Dekanate abgeholt und in die Seelsorgeeinheiten und Pfarrgemeinden gebracht. Bereits seit der Zeit der Apostel ist das Öl neben Wasser, Wein und Brot Urelement christlicher Liturgie. Unterschieden werden „oleum infirmorum“ (Krankenöl für die Krankensalbung), „sanctum chrisma“ (Chrisam für Taufe, Firmung, Priester- und Bischofsweise sowie Kirch-, Altar- und Glockenweihe) und „oleum catechumenorum“ (Katechumenenöl).

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