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13.02.2018 13:13

Erfolg für Luzernenhof

Buggingen (mr) Der Luzernenhof feierte den erfolgreichen Abschluss ihrer CrowdInvest Kampagne. Innerhalb von einem Monat wurden über 140 Menschen Teil des Luzernenhofs in Buggingen-Seefelden. Wir haben berichtet. 60 Personen haben als Genossenschaftsmitglieder der Kulturland Genossenschaft den Kauf von 12 Hektar Ackerland und Hoffläche im Wert von 555.000€ ermöglicht. 80 weitere Personen ermöglichen mit ihren privaten Direktkrediten zwischen 500 und 100.000€ den Kauf und Ausbau der Wohn- und Hofgebäude. Land und Gebäude sind so quasi unverkäuflich ökologischer Landwirtschaft und günstigen Mieten verschrieben. Ein Modell das Schule machen soll Für Johannes Suppenkämpfer, Thomas Rippel, Stephan Illi und Hannes Steinhilber, das Kampagnen Team am Luzernenhof, war das letzte halbe Jahr Kulturland-Kampagne erst der Anfang. Wenn auch ein überraschend erfolgreicher. Gemeinsam mit der Kulturland Genossenschaft und dem Mietshäuser Syndikat Deutschland soll das Projekt an anderen Orten wiederholt werden "Viele Höfe in Deutschland können sich die zwei- bis dreifach gestiegenen Bodenpreise nicht mehr leisten und geben auf, auch übernehmen die Kinder seltener den Hof - an kompetentem Nachwuchs mangelt es allerdings nicht." so Johannes Suppenkämpfer. "Die Kombination mit dem Mietshäuser Syndikat ermöglicht es auch die Gebäude in eine sichere gemeinschaftsgetragene Struktur zu überführen und garantiert den Landwirten eine günstige Miete, außerdem ist es für die UnterstützerIinnen eine alternative Investitionsmöglichkeit zur Genossenschaft, die sogar eine kleine Rendite zulässt" ergänzt Thomas Rippel. Das Ziel ist eine grundsätzlich neue Finanzierungsstrategie für Boden und Gebäude für solidarische Landwirtschaftsinitiativen und regional eingebundene Biohöfe. Es soll jungen, motivierten und kompetenten Menschen ermöglicht werden zu fairen Bedingungen und ohne Schulden auf Höfen zu leben und zu arbeiten. Um dies zu gewährleisten, soll aus Land sowie der Wohn- und Wirtschaftsgebäuden gemeinschaftliches und gemeinwohlorientiertes Eigentum entstehen ("Neue Allmende"). Die Kulturland Genossenschaft plant für Sommer und Winter 2018 zwei weitere Pilot Kampagnen mit solidarischen und regionalen Landwirtschaften. Das Ziel ist im Schnitt pro Hof etwa 500.000 Euro an Kapital für Land und/oder Gebäude zu akquirieren und neue SoLaWi Mitglieder für die Höfe zu gewinnen. Eine open-source Crowdinvest Plattform die Boden gut machen soll Um die zukünftigen Kampagnen zu erleichtern und es vielen weiteren Projekten zu ermöglichen einfach und professionell "Sinnvestoren" für Land und Gebäuden zu finden arbeitet die Kulturland Genossenschaft nun gemeinsam mit der Freiburger open source Schmiede Geeks4Change an einer eigenen Crowdinvest Plattform. "Das besondere an der Plattform ist, dass sie auf Genossenschaftsanteile und Kleinstdarlehen zugeschnitten ist. Außerdem werden bei Portalen für klassische Kleinkredite 7-10% Nutzungsgebühr fällig, was für nicht gewinnorientierte Unternehmungen wie eine SoLaWi oder ein soziales Wohnprojekt nicht tragbar ist", so Hannes Steinhilber, dem die non-profit und open-source Ausrichtung der Plattform wichtig ist. Er sieht besonders auch bei Energiegenossenschaften, zB Windparks oder Bürgersolaranlagen weitere Potentiale - "hier könnte durch die professionelle Nutzung des Crowdinvestments, zugeschneidert auf die rechtlichen Ansprüche einer Genossenschaft, ein großes Investitionspotential genutzt werden”. Auch kleine sozial-ökologisch engagierte Startups könnten eine solche Plattform nutzen, um niedrig verzinste Kredite in ihrem direkten Umfeld zu sammeln und ihre sinnvolle Arbeit stärker in ihre Community einzubinden. Die Kulturland Genossenschaft plant nun die CrowdInvest Webseite vom Luzernenhof zu einer hofübergreifenden CrowdInvest Plattform open-source weiter zu entwickeln. Das Ziel dieser CrowdInvest Plattform ist die Entwicklung einer grundsätzlich neuen Finanzierungsstrategie für Boden und Gebäude für solidarische Landwirtschaftsinitiativen und regional eingebundene Biohöfe. Es soll jungen, motivierten und kompetenten Menschen ermöglicht werden zu fairen Bedingungen und ohne Schulden auf Höfen zu leben und zu arbeiten. Um dies zu gewährleisten, soll aus Land sowie der Wohn- und Wirtschaftsgebäuden gemeinschaftliches Eigentum entstehen ("Neue Allmende"). Investitionen in Betriebsmittel bleiben in der Verantwortung der Bewirtschafter. Breit angelegte Öffentlichkeitskampagnen sind notwendig um Menschen für dieses Konzept zu gewinnen und die Transformation hin auf eine nachhaltige Landwirtschaft voranzutreiben. Spendenkampagne für weitere Kampagnen Um die Entwicklung der open-source CrowdInvest Plattform zu ermöglichen ist das Projekt nun auf Spendengelder angewiesen.

Nähere Informationen finden Sie unter http://www.Luzernenhof.de

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