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27.09.2017 08:55

Vorbereitende Arbeiten zur Erschließung des Baufelds SC-Stadion am Wolfsbuck beginnen

Freiburg (mr) In den ersten Oktobertagen werden die vorbereitenden Arbeiten zur Erschließung des neuen SC-Stadions Freiburg beginnen. In dem gesamten Baufeld zwischen Mooswald, Wolfsbuck und Flugplatz erfolgt zunächst eine umfassende Kampfmittelsondierung und gegebenenfalls eine Kampfmittelräumung. Danach muss die Einmündung von der Madisonallee in Richtung der sogenannten „Papststraße“ zum Abbiegen für Baufahrzeuge hergerichtet werden. Da sich innerhalb des Baufelds ein geschütztes Magerrasenbiotop befindet, wird aus den betroffenen Bereichen Magerrasen auf die rekultivierte Deponie Eichelbuck übertragen. Der verbleibende Teil des Magerrasens im zukünftigen Baufeld, der noch nicht von den folgenden Erschließungsarbeiten betroffen sein wird, wird eingezäunt und in einem Jahr übertragen. Dazu kommen erste Leitungsarbeiten und ab Dezember wird ein neuer Sicherheitszaun zur Flugplatzseite gebaut. Über den Jahreswechsel 2017 / 2018 stehen dann umfangreiche Rückschnittarbeiten am Wolfsbuck sowie im Bereich der Granadaallee auf Höhe des Wolfstegs an, um die künftige Erschließungsstraße Ost bauen zu können. In einem Teilbereich wird aus artenschutzrechtlichen Gründen die Rodung der Gehölzstöcke im Mai 2018 erfolgen. Das Vorgehen der Stadt erfolgt in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Freiburg. Die hier beschriebenen vorbereitenden Arbeiten können unabhängig von der Rechtskraft des Bebauungsplanes durchgeführt werden, da es sich nicht um Erschließungsarbeiten im planungsrechtlichen Sinne handelt. Alle Arbeiten basieren auf einem Beschluss des Gemeinderates vom 20. Mai und werden außerdem gemäß demselben Gemeinderatsbeschluss durch eine unabhängige Umweltbaubegleitung betreut und überwacht. Diese berichtet regelmäßig an die zuständigen Umwelt- und Naturschutzbehörden. Alle Maßnahmen finden unter strengster Beachtung aller fachlichen und naturschutzrechtlichen Vorgaben statt. Diesen Arbeiten vorgelagert waren einzelne Maßnahmen zur Umsetzung von artenschutzrechtlich notwendigen, sogenannten vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen sowie der damit einhergehenden „Vergrämung“ geschützter Arten, die auch in Anfragen aus dem Gemeinderat thematisiert wurden und inzwischen ausführlich mündlich und schriftlich beantwortet sind.

Hierbei sind am südlichen Wolfsbuck ein Ersatzhabitat für die Zauneidechse geschaffen und mögliche im Baufeld befindliche Tiere vergrämt worden. Nach einer artenschutzfachlichen Prüfung der Baubegleitung auf Vorkommen von geschützten Vogelarten haben Ende August Mäharbeiten und Rückschnittarbeiten an Gehölzen stattgefunden, danach sind eine Folie ausgelegt sowie Hackschnitzel ausgestreut worden. Mit Hilfe dieser gemäß den Standards der Landesanstalt für Umwelt ausgeführten „Vergrämungsmaßnahmen“ wird der Lebensraum für die Eidechsen unattraktiv gemacht und die Tiere dazu veranlasst, aus dem künftigen Eingriffsbereich abzuwandern und in die zuvor angelegte Ersatz-Lebensräume im oberen Teil des Wolfsbucks auszuweichen. Diese nach Artenschutzrecht notwendige Vorgehensweise ist nur im August/September möglich, da die Tiere während dieses Zeitraums besonders agil und die Jungtiere schon ausreichend mobil sind. So wird gewährleistet, dass kein Tier aufgrund der Winterruhe im zukünftigen Eingriffsbereich verbleibt und zu Schaden kommt.

Zum Abschluss dieser Arbeiten muss jetzt entlang der Grenze des Stadion-Baufeldes ein mobiler Reptilienschutzzaun aufgestellt werden, der ein mögliches Zurückwandern der Tiere in Richtung des künftigen Baufeldes verhindert.

Das Entwidmungsverfahren der für den Stadionbau benötigten Teilflächen des Flugplatzareals steht kurz vor dem Abschluss. Eine entsprechende Genehmigung wird von der seit April zuständigen Luftverkehrsbehörde im Regierungspräsidium Stuttgart erfolgen. Mit der Entwidmung liegt für diese Flächen eine wichtige Voraussetzung für den Erlass des Bebauungsplanes durch den Gemeinderat vor. Zum Waldumwandlungsverfahren für das SCStadion bestätigt das Regierungspräsidium Freiburg, dass die von der Stadt beantragte Waldumwandlungserklärung in den nächsten Tagen erteilt werden wird. Mit Inkrafttreten der Entwidmung stehen die Grasbahnen für den Segelflug nicht mehr zur Verfügung. Der Antrag für die Neuanlage einer Segelflugbahn am Standort Freiburg ist bereits eingereicht. Bis die neue Bahn benutzt werden kann, steht den Segelfliegern die bestehende Hartbahn mit gewissen Einschränkungen zur Verfügung. Damit war der Segelflug hier mehr als drei Monate länger möglich, als den Flugplatznutzern im Juli 2016 angekündigt wurde.

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