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18.04.2018 21:33

Kein Sieg für SC Damen

Freiburg (mr) Der SC Freiburg hat das Nachholspiel des 14. Spieltages in der Allianz-Frauen-Bundesliga bei Turbine Potsdam mit 0:1 (0:0) verloren. Das Tor des Tages erzielte Svenja Huth mit einem direkt verwandelten Freistoß (72.). Zweieinhalb Wochen nach dem letzten Pflichspiel beim Auswärtssieg in Bremen war der Sport-Club am Mittwochabend bei Tabellennachbar Turbine Potsdam gefordert. Bei frühsommerlichen Bedinungen baute SC-Trainer Jens Scheuer seine Startelf auf drei Positionen um. Für Laura Benkarth, die sich in Bremen schwer am Knie verletzt hatte, stand Majka Korenciova erstmals in einem Bundesligaspiel von Beginn an für den Sport-Club im Tor. Davor verteidigte Giulia Gwinn auf der rechten Abwehrseite. Die U20-Nationalspielerin übernahm dabei die Position von Greta Stegemann, die aufgrund einer Abiturprüfung nicht mit nach Potsdam gereist war. Statt Gwinn spielte in der Offensive Hasret Kayikci, zudem ersetzte Anja Maike Hegenauer auf der Sechs Julia Simic. Auf der Bank nahmen neben Ersatztorhüterin Teresa Straub auch wieder Kim Fellhauer und Clara Schöne Platz. Für die etatmäßige Kapitänin, die auf dem Feld von Carolin Schiewe vertreten wurde, war es nach über einem halben Jahr Pause die Rückkehr in den Spieltagskader.

Intensives Spiel

„Sie arbeiten sehr gut, aggressiv und schnell gegen den Ball, da dürfen wir uns nicht beeindrucken lassen und müssen voll dagegenhalten.“ Jens Scheuer hatte vor dem Spiel auf die enorme physische Präsenz der Turbinen hingewiesen, diese sogar als „physisch stärkste Mannschaft der Bundesliga“ beschrieben. Auf dem Rasen zeigte sich schnell, wovon Scheuer gesprochen hatte. Das Spiel war von Anfang an von Zweikämpfen geprägt, beide Mannschaften ließen defensiv so gut wie nichts zu, taten sich offensiv entsprechend schwer. Die besten Chancen ergaben sich beinahe folgerichtig nach Standards. Nach zwei Minuten brachte Lina Magull einen Freistoß direkt aufs Tor, verpasste das von Lisa Schmitz gehütete Gehäuse aber knapp. Nach elf Minuten köpfte Carolin Schiewe nach einer Ecke von Sarah Puntigam Schmitz in die Arme. Zuvor hatte Majka Korenciova bei einem guten Abschluss von Viktoria Schwalm erstmals ihr Können unter Beweis gestellt (4.). Auch bei einem langen Ball in ihre Richtung war die slowakische Nationaltorhüterin aufmerksam und klärte vor der herannahenden Potsdamerin.

Petermann verpasst die Führung

Nach 15 Minuten erzeugte der Sport-Club dann aus dem Spiel heraus Gefahr. Hasret Kayikci setzte sich über die linke Seite durch, drang in den Strafraum ein und bediente die am langen Pfosten mitgelaufene Lena Petermann, die jedoch einen Schritt zu spät kam und die mögliche Führung verpasste. Kurz darauf setzte Svenja Huth im Mittelfeld zum Solo an und prüfte Korenciova aus 18 Metern. Erneut packte die Slowakin sicher zu. Über die gesamte Spieldauer strahlte Korenciova eine große Ruhe und Sicherheit aus und überzeugte auf ganzer Linie. Für den Sport-Club versuchte es dann Rebecca Knaak aus großer Distanz per Lupfer, Schmitz war aber rechtzeitig zurückgeeilt und fing den Ball (26.). Auch bei Knaaks Freistoß war Schmitz zur Stelle (31.). Bis zum Pausenpfiff durch Dr. Riem Hussein hatte Potsdam durch Zadrazil (35.), Wälti (40.) und Rauch (45.) noch drei kleinere Gelegenheiten, konnte aber kein Tor erzielen. Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es in die Pause. Aus dieser kam der Sport-Club mit Kim Fellhauer für Anja Maike Hegenauer. Direkt zu Beginn des zweiten Durchgangs hatten die Gastgeberinnen ihre stärkste Phase. Zunächst verpasste Lia Wälti aus der Distanz (48.), dann hatte Rahel Kiwic die Führung auf dem Kopf, scheiterte aus kurzer Distanz aber an einer herausragenden Parade von Korenciova (53.). Der Sport-Club brauchte einen Moment, um wieder ins Spiel zu finden, kam erst nach etwa einer Stunde wieder gefährlich vor das Tor der Gastgeberinnen. Zunächst verpasste Fellhauer per Kopf (61.), dann bediente Lina Magull im Strafraum Hasret Kayikci, die noch einmal in die Mitte legte, statt selbst den Weg zum Tor zu suchen – abgeblockt (63.). Zwei Freistöße von Sarah Puntigam und Kayikci brachten ebenfalls keinen Torerfolg (65., 68.).

Huth mit dem einzigen Tor des Tages

Nachdem auch Petermanns Abschluss geblockt wurde (70.) erarbeitete sich Turbine einen Freistoß in aussichtsreicher Position. Svenja Huth nahm sich der Sache an und traf sehenswert genau in den oberen linken Winkel zur Potsdamer Führung(72.). Jens Scheuer reagierte direkt und brachte Clara Schöne, die nach einem halben Jahr Verletzungspause ihr Comeback feierte und für Carolin Schiewe ins Spiel kam. Drei Minuten nach der Führung verpasste Kayikci den umgehenden Ausgleich, als sie einen Freistoß von Magull knapp verpasste (75.). Mit Julia Simic für Rebecca Knaak zog Jens Scheuer dann seinen letzten Joker. Während die Turbinen nun vermehrt auf Zeit spielten und Eckstöße sowie Einwürfe mehrfach stark verzögerten, blieb der Sport-Club ruhig und wartete auf die eine letzte Chance. Sie kam in der Nachspielzeit, als Kim Fellhauer nach einem langen Ball in den Strafraum plötzlich völlig frei rechts vor dem Tor auftauchte. Ihr Versuch, den Ball aus der Drehung direkt im Tor unterzubringen, ging jedoch schief. Kurz darauf pfiff Hussein das Spiel ab. In der Tabelle liegt der Sport-Club nach 16 Spielen zwei Punkte hinter dem Zweitplatzierten FC Bayern auf Platz drei. Breits am Sonntag, 22. April (14 Uhr) ist die Mannschaft von Jens Scheuer erneut auswärts gefordert. Im badischen Derby geht es dann gegen die TSG Hoffenheim.

Stenogramm: Turbine Potsdam: Schmitz – Rauch, Kiwic, Elsig, Ilestedt – Schwalm (84. Aigbogun), Wälti, Zadrazil, Kössler – Huth, Prasnikar (78. Cahynova) Trainer: Matthias Rudolph

SC Freiburg: Korenciova – Gwinn, Schiewe (73. Schöne), Puntigam, Lahr – Hegenauer (46. Fellhauer), Knaak (79. Simic) – Bühl, Magull – Petermann, Kayikci Trainer: Jens Scheuer

Schiedsrichterin: Riem Hussein

Zuschauer: 1227

Tore: 1:0 Huth (72.)

Gelb: Elsig, Kiwic, Rauch, Wälti / Bühl, Hegenauer

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