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14.03.2018 11:00

Regierungsrat bestärkt Französisch- und Englischunterricht an Schulen

Basel (mr) Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt hat in seiner jüngsten Sitzung eine schriftliche Anfrage beantwortet, die aufgrund einer Masterarbeit der Universität Fribourg weitreichende Änderungen im Sprachunterricht an der Basler Volksschule gefordert hätte. Der Regierungsrat möchte jedoch den bisherigen Unterricht an Primar- und Sekundarschulen nicht von Grund auf neu organisieren, sondern am bislang eingeschlagenen Weg festhalten. Gerade deshalb, weil die aktuellen Lehrmittel sich am Lehrplan 21 orientieren und zudem stetig überprüft und verbessert werden. Seit dem Jahr 2006 ist der Kanton Basel-Stadt Mitglied beim Projekt «Passepartout», das den Fremdsprachenunterricht (Französisch und Englisch) in der Primar- und Sekundarschule organisiert. Dies geschieht mithilfe von Lehrmitteln, die einen neuen Ansatz des Sprachenlernens verfolgen. Es handelt sich um die sogenannte Mehrsprachigkeitsdidaktik, die sinnvolle Verbindungen zwischen den Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch herstellt. Eine schriftliche Anfrage aus dem Grossen Rat hat diesen Ansatz in Frage gestellt. Ausgelöst wurde die schriftliche Anfrage durch eine Masterarbeit der Universität Fribourg, die rund 500 Jugendliche im Kanton Bern auf ihre Französischkenntnisse untersuchte. Daraufhin wurde der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt angefragt, ob er aufgrund dieser Arbeit Handlungsbedarf bei einzelnen Lehrmitteln sowie beim Fremdsprachenunterricht allgemein erkenne. Diese Frage verneinte der Regierungsrat heute, wobei er darauf verwies, dass die aktuellen Lehrmittel regelmässig überprüft und wenn nötig auch angepasst werden. Der Regierungsrat stützt sich bei seinem Urteil auf die Auswertung der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung, die im letzten Jahr über 7‘000 internationale und Schweizer Studien zum Fremdsprachenunterricht verglichen hat. Aus dieser Auswertung ergeben sich keine Hinweise, dass Kinder mit der aktuellen Mehrsprachigkeitsdidaktik überfordert sind. In diesem Zusammenhang waren der Regierung auch die Ergebnisse einer Umfrage der Kantonalen Schulkonferenz Basel-Stadt (KSBS) wichtig. Bei dieser breit abgestützten Lehrpersonen-Befragung gaben über 80 Prozent der Befragten an, das Konzept der Mehrsprachigkeitsdidaktik zu unterstützen.

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