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11.10.2018 20:35

Seelische Gesundheit in Familien und Partnerschaft - Markt der Möglichkeiten

Karlsruhe (mr) Psychische Erkrankungen haben sich im Laufe der vergangenen Jahre zu einem deutschlandweiten Massenphänomen entwickelt. In der Zeit von 2008 bis 2016 ist die Zahl der Arbeitstage, die Arbeitnehmer bei Unternehmen oder Behörden auf Grund von psychischen Diagnosen fehlten, um 125 Prozent drastisch gestiegen und damit zur häufigsten Ursache für eine Arbeitsunfähigkeit geworden. Neben den Betroffenen leiden auch die Angehörigen an den Folgen der Erkrankung und werden immer häufiger selbst krank. „Mit Blick auf diese Entwicklungen steht die seelische Gesundheit in Familien und Partnerschaft im Fokus der diesjährigen Veranstaltungsreihe zum Welttag der seelischen Gesundheit, für die ich sehr gerne wieder mit Bürgermeister Martin Lenz die gemeinsame Schirmherrschaft übernommen habe“, so Landrat Christoph Schnaudigel. Die zentrale Veranstaltung von Stadt und Landkreis Karlsruhe findet am Montag, 15. Oktober, im Foyer des Landratsamtes Karlsruhe, Beiertheimer Allee 2, statt. Der „Markt der Möglichkeiten“ bietet allen Interessierten in der Zeit von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr die Möglichkeit, sich zu informieren und mit Experten aus der Praxis ins Gespräch zu kommen. An den Thementischen „Kinder & Jugendliche“, „Familie“, „Arbeitswelt“, „Pflege & Wohnen“, „Achtsamkeit & Selbstfürsorge“ sowie „Unabhängige Beratung“ geht es insbesondere um die Frage „Was kann ich (für mich) tun, wenn mein Angehöriger psychisch krank ist?“. Die Abendveranstaltung um 17.30 Uhr beginnt mit einer Diskussionsrunde mit Betroffenen, Angehörigen, Verantwortungsträgern aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft, im Anschluss folgt ein fachlicher Beitrag zum Thema „Irren ist menschlich - (Mit) Psychosen umgehen“ von Matthias Hammer, psychologischer Psychotherapeut und Autor zahlreicher Fachbücher. „Mit der gemeinsamen Veranstaltung von Stadt und Landkreis zum ‚Welttag der seelischen Gesundheit‘, der jährlich am 10. Oktober stattfindet, setzen wir auch in diesem Jahr wieder ein starkes Zeichen für alle Betroffenen von psychischen Erkrankungen, dazu gehören auch deren Angehörige“, macht Peter Kappes, Sozialdezernent des Landkreises Karlsruhe deutlich. „Wir erhoffen uns gerade durch die Rückmeldungen von Betroffenen und ihren Angehörigen wichtige Hinweise für die Weiterentwicklung der Angebote und Strukturen vor Ort, in Kooperation insbesondere mit den Krankenkassen, der Agentur für Arbeit, der Rentenversicherung, den Psychiatrischen Kliniken und der Kassenärztlichen Vereinigung.“

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Veranstaltungskalender steht auf der Homepage des Landkreises Karlsruhe www.landkreis-karlsruhe.de unter Aktuelles zur Verfügung.

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