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10.08.2018 10:08

Domfestspiele

St.Blasien (mr) Im Jahr 1768, vor genau 250 Jahren, brannte das Kloster St. Blasien vollständig nieder. Der damalige Fürstabt Martin Gerbert ließ auf den Grundmauern der Brandruine das Kloster wiederaufbauen und in diesem Zuge den berühmten Kuppeldom errichten – in jener Zeit ein Meisterwerk der Baukunst. Diese Ereignisse sowie Martin Gerberts Lebensgeschichte stehen im Mittelpunkt der 6. Domfestspiele St. Blasien. An den fünf Abenden vom 15. bis 19. August 2018 präsentieren mehr als 250 Darsteller auf der Freilichtbühne vor dem Dom das Stück „Die Säulen der Hoffnung“. Beginn der Vorstellungen ist jeweils um 21 Uhr. Die Domfestspiele feiern in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Bei der 6. Ausgabe seit der Neuauflage 1993 kommt erstmals eine aufwändige Videotechnik zum Einsatz. Auf die Fassade des Doms mit seinen Glockentürmen werden Bühnenbilder projiziert, die einen Großteil der Kulissen ersetzen und einen außergewöhnlichen Rahmen für die Vorstellungen schaffen.

„Die Säulen der Hoffnung“ ist eine Collage aus elf Bildern, die sich mit den wichtigsten Lebensstationen des berühmtesten St. Blasier Klostervorstehers Martin Gerbert beschäftigen und seiner Idee, die abgebrannte barocke Klosterkirche durch das „Pantheon im Schwarzwald“ zu ersetzen – mit der damals größten Kuppel nördlich der Alpen ein Meisterwerk der Baukunst. Autor des Stücks und Regisseur der Domfestspiele ist Wolfgang Endres. Insgesamt rund 300 Mitwirkende und Helfer auf, hinter und neben der Bühne sorgen für den zeit- und ideengeschichtlichen Rahmen. Darsteller aus St. Blasien und Umgebung verwandeln sich in Soldaten, Mönche, Nonnen, Bauern, Pestvögel, Hildegard von Bingen sowie Nostradamus – darunter Landrat Martin Kistler, St. Blasiens Bürgermeister Adrian Probst und weitere Bürgermeister aus der Region. Darüber hinaus verknüpfen Jugendliche das historische Geschehen mit der Gegenwart und einem Blick in die Zukunft.

Ein zusätzliches Highlight erwartet Besucher an den Spieltagen 17., 18. und 19. August 2018, wenn bereits um 17 Uhr auf der Freilichtbühne vor dem Dom die „Carmina Burana“ gezeigt werden. Die szenische Kantate von Carl Orff zählt zu den populärsten Musikstücken des 20. Jahrhunderts. Präsentiert wird sie vom Festspielchor der Domfestspiele unter der Leitung von Michael Neymeyer und der Staatsphilharmonie Brest aus Weißrussland.

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