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04.06.2017 13:11

Erzbischof Stephan Burger feiert Pfingstfest im Münster

Freiburg (mr) Erzbischof Stephan Burger hat angesichts des „Ungeistes des Terrors“ und des aufkeimenden Nationalismus, der sich Ängste und Unsicherheiten der Menschen zu Nutze mache, erklärt: „Gerade jetzt wäre der Geist der Zusammenarbeit und Solidarität mehr denn je gefragt und nötig, um den Ungeistern Paroli zu bieten und um mit der Angst und Furcht von Menschen vernünftig umgehen zu können.“ Das sagte der Erzbischof von Freiburg bei der Feier des Pfingstfestes (Sonntag, 4. Juni) im Freiburger Münster.

Weitere Ungeister sieht Erzbischof Burger am Werk, wenn in etlichen Teilen der Erde „die Welt geradezu Kopf steht, Krieg und Gewalt vorherrschen“. In Anlehnung an ein bekanntes Pfingstlied fragte er: „Erhebt die Schöpfung ganz überströmt von Glanz und Licht wirklich ihr Gesicht, wenn der Hunger Millionen von Menschen bedroht, der Menschenhandel blüht und Schleuser sich eine goldene Nase an der Not der Ärmsten verdienen?“ Nach außen meist nicht so brutal, aber nicht weniger gefährlich seien manche subtile Verführer, wenn es darum gehe, die Wirklichkeit zu entstellen und die Wahrheit zu verfälschen: „Wenn von alternativen Fakten die Rede ist und eine komplexe Welt einfach in schwarz und weiß, in Gute und Böse, aufgeteilt wird.“

Erzbischof: Wirken des Geistes Jesu zeigt sich in Versöhnung und Verständigung

Mit den Erfahrungen der Angst und Furcht sieht Erzbischof Burger die Menschen von heute „in guter Gesellschaft“. Denn auch die Jünger Jesu hatten nach dessen Tod aus Angst die Türen verschlossen: „Obwohl sie eine lange Zeit mit Jesus verbracht hatten, obwohl er ihnen die Botschaft vom Reich Gottes erklärte, obwohl er ihnen immer wieder vorhielt, ängstlich zu sein, obwohl er ihnen nach seiner Auferstehung mehrfach begegnete und ihnen zeigte, dass er lebt, scheint dies nicht dazu geführt zu haben, dass die Jünger Angst und Furcht überwinden konnten.“ Mit der Sendung des Heiligen Geistes habe Jesus ihnen Anteil an seiner eigenen Lebenskraft gegeben. „So stärkt er die Seinen, so stärkt er uns in Zeiten der Unsicherheit und in den Momenten, die uns ratlos machen. Sein eigener Geist schafft in uns Raum für Gottes Gnade und Kraft. Sein Geist ermöglicht Vergebung und Neuanfang und in diesem Geist kann auch der Friede realisiert werden, den er den Jüngern zuspricht.“ So wie die Jünger damals die babylonische Sprachenverwirrung überwinden konnten, so lasse sich das Wirken des Geistes Jesu Christi auch heute daran erkennen, „dass wir uns für Verständigung und Versöhnung stark machen – in unseren eigenen Reihen, im Privaten ebenso wie in Kirche, Gesellschaft, Politik“.

Pfingsten bedeutet für Christen das Ende der Osterzeit und das Kommen und Wirken des Heiligen Geistes. Im Pontifikalamt am Pfingstsonntag sangen der Freiburger Domchor und die Vokalsolisten Franziska Weiß (Sopran), Ursula Eittinger (Alt), Karl-Heinz Brandt (Tenor) und Wolfgang Newerla (Bass) die „Missa in C-Dur“ op. 169 von Josef Rheinberger sowie die Sequenz „Veni Sancte Spiritus“. Begleitet wurden Chor und Solisten von Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Freiburg sowie von Domorganist Prof. Matthias Maierhofer. Die musikalische Leitung hatte Domkapellmeister Boris Böhmann.

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