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26.11.2017 21:35

Abschluss der Festwoche zu Ehren des heiligen Konrad

Konstanz (mr) Mit zwei feierlichen Gottesdiensten im Konstanzer Münster ist am Sonntag (26.11.) der Abschluss der Festwoche zu Ehren des heiligen Konrad zu Ende gegangen. Die Festpredigten haben der emeritierte Weihbischof der Erzdiözese Freiburg, Paul Wehrle, und der Leiter des Freiburger Priesterseminars, Christian Hess gehalten.

Als „Lichtblick der Glaubensgeschichte“ bezeichnet Christian Hess, der für die Priesterausbildung in der Erzdiözese verantwortliche ist, den Bistumspatron im Pontifikalamt am Sonntagmorgen. Entlang der Strophen des „Konradsliedes“ beleuchtet er verschiedene Aspekte des Lebens und Wirkens des ehemaligen Bischofs von Konstanz: als Seelsorger, Wallfahrer und Wohltäter. Mit seinem Beispiel, sagt Christian Hess, sei der heilige Konrad bis heute Vorbild für die Kirche auf ihrem Weg in die Zukunft.

In der Konradifeier am Nachmittag macht Weihbischof Paul Wehrle deutlich, wie der Heilige auch heute präsent ist: „Der Beitrag der Kirche in heutiger Zeit ist eine Kraft zu einem langen Atem, die Kraft zum Dranbleiben und Durchhalten – auch bei Enttäuschungen.“ Wehrle ist überzeugt, dass hier der Heilige Geist wirkt: „Genau dabei wird sich der typisch christliche Lebensstil der Freiheit in Verbindlichkeit bewähren und für andere gar glaubwürdig werden.“

Das diesjährige Konradifest, das die Erzdiözese Freiburg im Gedenken an ihren Bistumspatron feierte, hatte vor einer Woche mit einem modernen „Night Fever“-Gottesdienst begonnen, umfasste Lesungen, den Konradimarkt im Stefanshaus, ein Konzert mit Iris-Anna Deckert und Markus Utz sowie weitere Gottesdienste.

Konrad von Konstanz

Der heilige Konrad von Konstanz (geboren um 900 in Altdorf, dem heutigen Weingarten in Oberschwaben, verstorben am 26. November 975 in Konstanz) gehört zu den herausragenden Bischöfen des frühen Mittelalters. Er hat das größte Bistum nördlich der Alpen mehr als 40 Jahre geleitet, wird seit dem 1. Laterankonzil 1123 als Heiliger verehrt und ist Patron der Erzdiözese Freiburg. Konrad stammt aus dem Geschlecht der Welfen und ist ein Sohn des Grafen Heinrich von Altdorf. Der Name stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet "kühner Ratgeber". Seine geistliche Ausbildung erhält der junge Adelige in der Domschule von Konstanz, wo er in die Kanonikergemeinschaft eintritt und im Jahr 934 zum Bischof gewählt wird. An der Weihe nimmt Ulrich von Augsburg teil, mit dem Konrad eine lebenslange Freundschaft verbindet.

Obwohl Konrad sich immer wieder im Umfeld von Otto I. aufhält, gehört er nicht wie Ulrich zu den engsten Beratern des ostfränkischen Königs. Dafür fördert der Bischof von Konstanz eine rege Bautätigkeit. Zahlreiche Kirchen gehen auf seine Initiative zurück, ebenso Klöster und Spitäler, die er mit großen Geldmengen aus seinem Privatvermögen fördert. Konrad entwickelt eine städtebauliche Vision für die kleine Marktsiedlung am Bodensee. Als Vorbild dienen ihm die Patriarchalbasiliken in Rom.

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