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25.12.2017 11:26

Burger feiert Christmette im Münster

Freiburg (mr) In einer ganz besonderen Stimmung, wie es sie so nur im Freiburger Münster gibt, feierte Erzbischof Stephan Burger am Heiligen Abend (24.12.) mit hunderten Gläubigen die Christmette. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Domsingknaben, Vokalsolisten und Münsterorchester mit Sätzen aus dem "Weihnachtsoratorium" von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdys "Hark! the herald - angels sing" sowie "Et incarnatus est" von Wolfgang Seifen.

Im Blick auf das vergangene Jahr sparte Erzbischof Burger in seiner Predigt die Probleme in der Erzdiözese Freiburg nicht aus. Diese Ereignisse hätten gezeigt, so der Erzbischof, "wie verwundbar wir als Kirche, als Gesellschaft, ja als Menschen überhaupt sind. Ständig sehen wir uns Verletzungen ausgesetzt. Und diese sind umso schmerzhafter, je mehr Vertrauen, je mehr Erwartungen und Hoffnungen wir in Personen oder Institutionen gesetzt haben." Dies sei jedoch keine neue Erfahrung, sondern ziehe sich durch die Geschichte der Kirche hindurch, in der Menschen "Verwundungen erleiden und anderen zufügen - bis heute."

Mit Weihnachten jedoch sei eine Kehrtwende eingeleitet worden: "Indem nämlich Gott Mensch wird in Jesus Christus, will er in all seiner Liebe diese Verwundungen, diese Verletzungen und Enttäuschungen, die Menschen sich zufügen können, auf sich nehmen."


Verwundungen und Verletzungen sind nicht Maßstab des Lebens

Dieses Kind in der Krippe sei das Wagnis eingegangen, so Erzbischof Burger, von uns Menschen verwundet, verletzt werden zu können. Die Auslieferung des Sohnes Gottes an uns Menschen beginne im Stall zu Bethlehem, "ganz und gar, ohne doppelten Boden, ohne Netz. Das einzige, was ihn hält, was ihn umfängt und was alle umfangen wird, die sich in seine Nähe begeben, ist die Liebe, die göttliche Liebe, die von ihm ausgeht."

Das Kind in der Krippe, so der Erzbischof weiter, zeige uns "dass Verwundungen und Verletzungen nicht der Maßstab für unser Leben sind, sondern deren Überwindung in der gelebten Liebe." Das verkleinere Versagen und Schuld nicht und wische Verwundungen nicht einfach weg, lasse Menschen aber anders damit umgehen: "Mit dem Kind in der Krippe wird hier auf Erden ein Prozess der Heilung in Gang gesetzt, Heilung, die nicht einfach im Zubinden von Wunden und Verletzungen besteht." Das Kind in der Krippe, so Erzbischof Stephan Burger, wolle nichts anderes, "als dass wir selbst nach dem Ursprung und Grund unseres Lebens fragen, nach dem Ursprung und Grund unserer menschlichen Liebe."

Damit dürften für das Leben nicht die Frage oder das Erschrecken darüber maßgeblich sein, wie menschliches Fehlverhalten passieren könne oder warum sich immer wieder auch Negatives ereigne, betonte der Freiburger Oberhirte: "Maßgeblich muss für uns als Christen sein und bleiben, dass Gott für uns die Initiative ergriffen hat, damit fertig zu werden."

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