banner banner
news-aus-baden.de

zurück

Nachricht

14.02.2018 15:48

Erzbischof feiert Aschermittwoch der Künstlerinnen und Künstler

Freiburg (mr) Gemeinsam mit Bildenden Künstlerinnen und Künstlern, Theaterleuten, Architekten und Kulturschaffenden hat Erzbischof Stephan Burger am Mittwoch (14.02.) den traditionellen Aschermittwoch der Künstlerinnen und Künstler im Freiburger Münster gefeiert. Der Tanz stand im Mittelpunkt des diesjährigen Aschermittwochs. Unter der Leitung von Choreographin und Tanzpädagogin Barbara J. Lins führte die Dance Company „TippingPoint“ ihre Tanzperformance Continuum7 auf, eine Auftragsarbeit der Erzdiözese Freiburg, die im Lutherjahr 2017 in Wittenberg uraufgeführt wurde.

Erzbischof: Tanz hält Sehnsucht wach und mahnt nach dem Leben zu fragen

Zeitgenössischer Tanz, sagte Erzbischof Stephan Burger in seiner Predigt, öffne den Blick für das, was ist. „Er rührt unsere Sinne an, unser Herz, unseren Verstand. Er macht etwas mit uns – mit jedem und jeder von uns und mit jedem etwas Anderes.“ Weiter sagte der Freiburger Oberhirte vor den Künstlerinnen und Künstlern im Erzbistum Freiburg: „Tanz hält unsere Sehnsucht wach und mahnt uns geradezu nach dem Leben zu fragen.“ Dabei sei es von Bedeutung, so der Erzbischof, nicht nur der Fragestellung nachzugehen, was ein Tanz in einem selbst auslöse, sondern sich vielmehr zu fragen, was Gott durch den Tanz in einem selbst bewirken wolle. In wechselnden Konstellationen griffen fünf Tänzerinnen krümmende Motive auf und führten sie bis zur Erstarrung. Sie fielen, standen auf, entzogen sich gegenseitig und wehrten Gesten der Berührung ab. Aus solistischen Sequenzen entstanden vielfältige, gemeinsame und sich wandelnde Interaktionen.

„Gott ist im Spiel, wenn wir zusammenkommen, ob als Künstlerinnen und Künstler oder als Menschen, für die Kunst ein „Lebensmittel“ ist – ja, Gott ist im Spiel, wenn wir zusammenkommen und miteinander suchen und darum ringen und darum beten, wie Leben gelingen kann, damit Leben gelingt: Das ist Gottes Absicht“, hob der Erzbischof von Freiburg hervor. Es gelte, sich der eigenen Kräfte und Fähigkeiten, des Verstandes, der Intuition und der Kreativität bewusst zu werden und diese einzusetzen. Veränderung und Wandlung geschehe, wenn Menschen es zuließen, eigene Grenzen zu erkennen und anzunehmen, Berührung und Nähe zuzulassen und sich dem Gegenüber und der Gnade zu öffnen, bekräftigte Stephan Burger. Das drückten die Tänzerinnen aus, deren Tanzperformance die Verkrümmung des Menschen, seine Sehnsucht sich aus dieser Verkrümmung zu lösen sowie die Fragestellung, ob das Leben nicht mehr sei als nur ein ‚bei sich selbst sein‘, darstellte.

Künstler bereiten sich auf die österliche Bußzeit vor

Der Aschermittwoch der Künstler geht auf eine Anregung des katholischen Schriftstellers Paul Claudel zurück, der nach dem Zweiten Weltkrieg verschiedene Künstler in Paris zum Gedankenaustausch einlud. Seither treffen sich am Aschermittwoch in vielen europäischen Städten Bischöfe, Seelsorger, Gläubige und Künstler: Gemeinsam beginnen sie die Zeit der Besinnung und Buße - der Konzentration auf das, was das Leben ausmacht. Die Erzdiözese Freiburg stellt jedes Jahr eine andere Kunst und ihre Beziehung zu Glaube und Kunst in den Mittelpunkt.

© by www.news-aus-baden.de 2006 - 2018
Impressum/ Kontakt/ Nutzungsbedingungen
Webdesign+Programmierung

Valid XHTML 1.0 Transitional Valid CSS!