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20.05.2018 10:39

Erzbischof Stephan Burger predigt zu Pfingsten

Freiburg (mr) „Das Pfingstfest nimmt uns neu in die Pflicht, Gemeinschaft aufzubauen, Solidarität zu üben, Wege der Versöhnung und des Friedens zu gehen.“ Das sagte Erzbischof Stephan Burger am Pfingstsonntag (20. Mai) im Freiburger Münster. In seiner Predigt ging er der Frage nach: „Wessen Geistes Kinder sind wir Christen?“

Der Erzbischof führte aus, der den Menschen an Pfingsten gesandte Heilige Geist schaffe es bis heute, „Menschen zu befähigen, die Versöhnung leben, er schafft es bis heute, Menschen über alle Erdteile hinweg in der einen Sprache der Liebe zu einen“. Ein konkretes Beispiel dafür sind für Stephan Burger die Caritasmitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in Syrien für das Leben anderer einsetzen. „Wenn ich daran denke, wieviel Hilfe und Zuwendung in unseren sozialen und caritativen Einrichtungen geleistet wird. Wenn ich nur daran denke, wie viel im Verborgenen, in der häuslichen Pflege, im familiären Umfeld im Geist der Liebe ertragen und gemeinsam durchgestanden wird.“ Von Zeit zu Zeit zeige sich das Wirken dieses Geistes Gottes auch in der breiten Öffentlichkeit: „wenn gläubige Menschen zu ihrem Christsein stehen, wie etwa beim Katholikentag. Nach wie vor sind unzählige ehrenamtlich Engagierte in unseren Seesorgeeinheiten zugange, um aus der Kraft des Heiligen Geistes heraus ein kirchliches, gemeinschaftliches Leben zu gestalten.“

Erzbischof: „Verzeihung gewähren, damit Zukunft möglich wird“

Erzbischof Stephan Burger warnte davor, im Kampf um die eigene Erkenntnis, anderen das von ihnen Erkannte abzusprechen: „Wie oft erkennen wir nur Bruchstücke dieser Wahrheit, verabsolutieren das, was wir als wahr erkannt haben und schaffen es dann nicht mehr über den Tellerrand zu blicken und das Gesamte wahrzunehmen.“ Das Ergebnis dieses Verhaltens seien „Abgrenzung, Abschottung, Misstrauen, Diskreditierung, Diffamierung, die nicht selten in einem menschenverachtenden Umgang endet und die Würde des Menschen antastbar macht“. Der Erzbischof sagte, das Wirken des Heiligen Geistes ziele auf das Gegenteil: „Wo Sünde und Schuld entstanden sind, schafft er durch die Vergebung einen Neuanfang. Nicht ständig alte Schuld aufrechnen, nachtragen, sondern Verzeihung gewähren, damit Zukunft möglich wird.“

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