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13.09.2017 10:32

Landkreis engagiert sich in der Diabetes-Prävention

Lörrach (mr) Nach Schätzungen des Fachbeirates „Diabetes Baden-Württemberg“ ist bereits heute jede elfte Person in Baden-Württemberg an Diabetes Typ 2 erkrankt. Nun hat die Geschäftsstelle der Gesundheitskonferenz Landkreis Lörrach eine Förderzusage des Sozialministeriums in Höhe 6.000 € erhalten, um die Diabetesprävention im Landkreis voranzutreiben. Voraussetzung für die Förderung war, das Thema Diabetes künftig als Schwerpunkt-Thema in der Kommunalen Gesundheitskonferenz zu verankern. Ziel ist, die Risikogruppen im Landkreis zu identifizieren und durch gezielte Präventionsmaßnahmen und frühzeitige Erkennung einer Erkrankung vorzubeugen. Als fachliche Begleitung der Diabetesprävention wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die die Umsetzung der Maßnahmen unterstützt. Mitglieder dieser Arbeitsgruppe sind neben Ärzten und Krankenkassenvertretern auch Vertreter aus Bildungseinrichtungen sowie der Kommunen und der Politik. „Wir freuen uns über das große Engagement der Arbeitsgruppe, die ihre Arbeit bereits aufgenommen hat und auch darüber hinaus aktiv am Thema mitarbeitet“, so Ellen Hipp von der Geschäftsstelle der Gesundheitskonferenz. Startschuss für erste konkrete Maßnahmen ist der Weltdiabetestag am 14. November 2017. Bereits fest vereinbart ist neben einem Fachvortrag zum Thema Diabetes im Kreiskrankenhaus Lörrach auch ein Informationsabend am 22. November in der Belchenhalle in Aitern mit Kurzvorträgen und Informationsständen zur Diabetesprävention. Weitere Veranstaltungen und Aktionen sind geplant, darunter größere Kooperationen mit Ärzten und Apotheken, um am Weltdiabetestag beispielsweise Blutzuckertests anzubieten . Der jährliche Weltdiabetestag soll künftig jedes Jahr mit wechselnden Schwerpunktthemen und Aktionen im Landkreis etabliert werden. Neben ausführlichen Informationen zum Krankheitsbild und weiterführende Links werden zeitnah unter www.loerrach-landkreis.de/diabetespraevention auch alle Angebote und Veranstaltungen zum Weltdiabetestag veröffentlicht.

Hintergrundinformationen zum Diabetes mellitus Typ 2 Rund 90 bis 95 Prozent aller Menschen mit Diabetes weisen einen Diabetes mellitus Typ 2 auf. Der Diabetes mellitus Typ 2 ist durch eine gestörte Produktion und Ausschüttung des Insulins und durch eine verminderte Wirkung des Insulins gekennzeichnet. Da die meisten Personen im mittleren bis höheren Lebensalter an Diabetes mellitus Typ 2 erkranken, wird diese Form der Erkrankung landläufig oft auch als „Alterszucker“ bezeichnet. Die Erkrankung betrifft zunehmend aber auch jüngere Menschen. Sie bleibt zudem häufig über längere Zeit unerkannt, da anfangs über viele Jahre keine oder kaum Beschwerden vorhanden sind. Zum Zeitpunkt der Diagnose finden sich daher bereits bei einem erheblichen Anteil von Betroffenen Begleiterkrankungen. Die Therapie besteht hauptsächlich in Allgemeinmaßnahmen wie Änderung von Lebensgewohnheiten (z. B. Ernährung, Bewegung) und medikamentösen Maßnahmen (z. B. Tabletten, Insulin) sowie der Behandlung von Begleiterkrankungen (z. B. Fettstoffwechselstörung, Bluthochdruck). In Deutschland sind mehr als sechs Millionen Menschen davon betroffen. Die Zahl der Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 ist in der Vergangenheit stark angestiegen und wird nach Meinung von Experten weiter steigen.

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