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11.08.2017 14:22

Waffenkontrollen im Landkreis

Rastatt (mr) Nach den Amokläufen von Erfurt (2002) und Winnenden (2009) hat der Gesetzgeber das Waffenrecht verschärft und die Möglichkeiten zur – auch verdachtsunabhängigen - Kontrolle der Waffenaufbewahrung erweitert. Das Landratsamt Rastatt kommt dabei in der Bilanz der letzten fünf Jahre zu einem befriedigenden Ergebnis.

870 der 1.097 Waffenbesitzer bewahrten Waffen und Munition ordnungsgemäß auf, bei 227 gab es Beanstandungen oder sie besaßen illegal Munition. “In fast 80 Prozent der Fälle sind wir mit der Aufbewahrung voll und ganz zufrieden und können unseren Waffenbesitzern ein gutes Zeugnis ausstellen“, betonen Renate Mutter und Katharina Bille vom Amt für Baurecht, Naturschutz, Recht und Ordnung, die bei der Waffenbehörde für die Kontrollen im Landkreis Rastatt zuständig sind.

Bei Verletzung von Aufbewahrungsvorschriften müssen die Betroffenen mit empfindlichen Sanktionen rechnen. Das kann von einem Bußgeld bis hin zum Entzug der waffenrechtlichen Erlaubnis führen, denn längst sind Aufbewahrungsverstöße keine Kavaliersdelikte mehr. Das führte seit 2012 zur Einleitung von 44 Bußgeld- und 124 Strafverfahren. 38 Waffenbesitzer verloren nach der Aufbewahrungskontrolle ihre waffenrechtliche Erlaubnis.

„Doch die meisten Waffenbesitzer sind ausreichend sensibilisiert und kümmern sich mit großer Sorgfalt um die Einhaltung der vielschichtigen Vorschriften“, erklärt Landkreismitarbeiter Fabian Lyhr, der die Waffenkontrolleurinnen im Außendienst begleitet. So ist es die Regel, dass die Waffen in ausreichend klassifizierten Schränken verschlossen sind und generell von der Munition getrennt aufbewahrt werden. Auch sind zusätzlich gesicherte Waffenräume oder die Installation einer Einbruchmeldeanlage inzwischen keine Seltenheit mehr.

„In den letzten Jahren hat sich zudem das persönliche Miteinander positiv verändert“ bemerkt Renate Mutter, die seit Beginn der Waffenaufbewahrungskontrollen im Jahr 2012 dabei ist. „Anfangs bekamen wir deutlich den Unmut und das Unverständnis der Waffenbesitzer zu spüren. Doch das hat sich grundlegend gewandelt. Die meisten Kontrollen verlaufen unkompliziert und die Waffenbesitzer schätzen unseren Rat“.

Service: Weitere Information zur Waffenaufbewahrung unter www.landkreis-rastatt.de. Telefonische Beratung unter 07222 381-4146.

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