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23.02.2018 14:04

Touristischer Rekord mit Übernachtungen

Freiburg (mr) Der Freiburgtourismus erreicht im Jahr 2017 ein neues Rekordergebnis: Von Januar bis Dezember wurden 1,55 Millionen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten registriert - 7,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Trotz der vier neuen Hotels und damit 24 Prozent Bettenzuwachs ist auch die Bettenauslastung in der Hotellerie mit 56,3 Prozent weniger als befürchtet gesunken. Der Rückgang betrug 0,8 Prozentpunkte. Allerdings geht die FWTM davon aus, dass die Bettenauslastung in der Freiburger Hotellerie als Folge der Neueröffnungen im Jahr 2018 weiter sinken wird. FWTM-Geschäftsführerin Hanna Böhme: "Es ist sehr erfreulich, dass die Anzahl der Übernachtungsgäste in Freiburg wächst, ist das doch eine Folge der steigenden Beliebtheit Freiburgs als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Tourismusstandort. Angesichts der zusätzlichen Übernachtungsangebote gilt es nun aber auch, den Tourismusstandort Freiburg im Sinne des Tourismuskonzeptes weiterzuentwickeln. "Der Gemeinderat der Stadt Freiburg hat am 20. Februar 2018 das im Sommer 2017 vom FWTM-Tourismusbeirat vorgelegte Tourismuskonzept für die Stadt Freiburg zur Kenntnis genommen. Das Tourismuskonzept zielt auf ein qualitativ hochwertiges, individuelles Tourismusangebot, das einerseits der großen ökonomischen Bedeutung des Wirtschaftszweigs für den Standort Freiburg Rechnung trägt, andererseits aber auch die Sorge der Bevölkerung aufnimmt, der Freiburg Tourismus könne die Stadt zu stark belasten. Daher soll eine Infrastruktur geschaffen werden, von der Gäste und Einwohner zugleich profitieren. Der Tourismus schafft eine zusätzliche Nachfrage für Gastronomie, Handel und zahlreiche andere Bereiche und stützt damit ein vielfältiges Angebot, das essentiell für die Lebensqualität einer Stadt ist.

Hotelentwicklung

Die Bettenanzahl hat sich in der Freiburger Hotellerie im Vergleich zum Vorjahr von 5.260 auf 6.543 Betten erhöht. Trotz einer Zunahme der Bettenanzahl um mehr als 24 Prozent war der Rückgang in der Bettenauslastung in der Freiburger Hotellerie von Januar bis Dezember 2017 bei 56,3 Prozent vergleichsweise gering (Vorjahr 57,1 Prozent). Zu dem Zuwachs von 1.283 Betten kam es durch die Neueröffnungen der Betriebe Wyndham Super 8-Hotel Freiburg, Holiday Inn Express, Hampton by Hilton und Motel One. Deutlich schlug sich die Eröffnung der neuen Hotels in den Übernachtungszahlen nieder. Seit September wuchsen die Zahlen der Übernachtungen in der Hotellerie deutlich zweistellig: Mit einem Plus von 21,5 Prozent war der Dezember Spitzenreiter, gefolgt vom September mit 20,7 Prozent. Die Zuwächse in den Hotelübernachtungen im Oktober und November betrugen 17 Prozent und 16,7 Prozent. Diese überdurchschnittlich gute Entwicklung zeigt auch, dass in den Jahren bis 2017 die Nachfrage an Hotelübernachtungen deutlich stärker gestiegen ist, als das Angebot und hieraus ein Nachfrageüberhang an Hotelzimmern resultierte. Für die kommenden Jahre sind weitere Hotelprojekte geplant: Für 2019 ist die Eröffnung eines Privathotels auf dem Güterbahnhof mit 60 Zimmern avisiert. In der Eugen-Martin-Straße entsteht das Adagio access Aparthotel Freiburg mit 150 Zimmer (Eröffnung 2018/2019). Hinzukommt ein geplantes Adina Apartment Hotel Freiburg auf dem Ganter-Areal mit 117 Apartments (Eröffnung 2019/2020). Des Weiteren wird das Hotel Rheingold unter dem neuen Namen Courtyard Hotel Freiburg (Eröffnung 2020/21) nach dem Umbau eine Kapazität von 156 Zimmer haben (vorher 60 Zimmer). Zudem wurde ein Premier Inn mit 180 Zimmern in Bahnhofsnähe angekündigt. Durch die Neubauten und Neueröffnungen erfolgt jedoch nicht eine notwendige Profilierung der Freiburger Hotellandschaft, welche Freiburgs Tourismusthemen aufnimmt, wie beispielsweise ein Weinhotel, ein Fahrradhotel oder ein innovatives Hostel-Konzept für jüngere Besucher. Die attraktive, bisher durch inhabergeführte Privathotellerie geprägte Hotelinfrastruktur wird damit austauschbarer und standardisierter. Im Low-Budget Bereich drohen gegebenenfalls Überkapazitäten, die die inhabergeführte Freiburger Hotellerie mit Sorge erfüllen und den Zielen des Tourismuskonzepts wiedersprechen.

Baden-Württemberg und Herkunftsländer

Im Baden-Württemberg-Vergleich steht Freiburg sehr gut da: Hier stiegen die Übernachtungszahlen um 1,7 Prozent an, in Freiburg um 7,9 Prozent. Freiburg verzeichnet von den baden-württembergischen Städten den größten Übernachtungszuwachs, dicht gefolgt von Mannheim mit 7,4 Prozent. In Stuttgart stiegen die Übernachtungen um 2 Prozent, in Heidelberg um 1,6 Prozent und in Baden-Baden um 4,8 Prozent an. "Freiburg ist so beliebt wie noch nie bei den Übernachtungsgästen. Neben den 1,55 Millionen Übernachtungen im Reiseverkehr kommen allerdings auch noch kleinere Häuser sowie Privatzimmer, die nicht in die Statistik eingehen. Diese Zahl ist erfahrungsgemäß mit ca. 1,5 Millionen nochmal fast ebenso hoch wie die Zahl der statistisch erfassten Übernachtungen", so Franziska Pankow, FWTM-Abteilungsleiterin Tourismus, Convention Bureau & Events.

Die Top Ten Herkunftsländer der Freiburger Übernachtungsgäste führt nach wie vor die Schweiz als Spitzenreiter mit insgesamt 131.468 Übernachtungen an (+3,1 Prozent), gefolgt von Frankreich mit 39.882 Übernachtungen (-3,9 Prozent). Auf Platz drei befindet sich weiterhin Spanien mit 38.929 Übernachtungen, was allerdings ein Zuwachs von 12,7 Prozent an Übernachtungen bedeutet. Auf Platz 4 ist Italien mit 35.010 Übernachtungen (+6,8 Prozent), dicht gefolgt von den USA mit 34.708 (+11 Prozent). Platz 6 belegt die Niederlande mit 33.451 Übernachtungen (+2,4 Prozent), Platz 7 das Vereinigte Königreich mit 30.765 Übernachtungen (-1,7 Prozent). Platz 8 nehmen erneut die arabischen Golfstaaten mit 22.804 Übernachtungen ein, wobei dies einem Rückgang um 11,4 Prozent entspricht. Ein Grund hierfür könnte die Katarkrise sei, in Folge derer Saudi-Arabien und seine Verbündeten Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate der staatlichen Fluggesellschaft Qatar Airways keine Landegenehmigung mehr erteilt und die Überflugrechte entzogen haben. Hingegen angestiegen sind erstmals seit 2014 wieder die Übernachtungen von Gästen aus Russland um 12,5 Prozent auf insgesamt 16.576. Hier war in den letzten Jahren aufgrund der Sanktionen des Westens, Insolvenzen von russischen Reiseveranstaltern und der schlechten Wirtschaftslage ein Rückgang im zweistelligen Prozentbereich zu beobachten. Platz 10 belegt wie im vergangenen Jahr bereits Israel mit 13.965 Übernachtungen (-0,5 Prozent).

Kongresswesen

Die Vermittlung von Unterkünften an Kongressteilnehmer und Gruppen erfolgt unter anderem durch das Freiburg Convention Bureau der FWTM. Auf Wunsch der Freiburger Hotellerie hatte die FWTM im Januar 2016 den Freiburger Buchungsservice wieder in die eigenen Hände genommen. Mittlerweile sind 52 von 65 Hotels unter Vertrag. Hinzukommen noch Jugendherbergen, Hostels, Pensionen und Privatvermieter. Im vergangenen Jahr hat das Convention Bureau knapp 1.900 Buchungen vermittelt und den Umsatz im Vergleich zum ersten Jahr um 157 Prozent gesteigert. Gründe für die hohe Steigerung sind der sukzessive Aufbau des Reservierungssystems im ersten Jahr des Freiburger Buchungsservice und der zeitversetzte Start des Gruppen- und Kongressbuchungsservice im Laufe des zweiten Quartals 2016. Vom Gesamtumsatz des Freiburger Buchungsservice wurden 92 Prozent in die Freiburger Hotellerie vermittelt.

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