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13.11.2017 07:47

Jetzt ist der Schnee da

(mr) Im Hochschwarzwald hat sich über Nacht der Winter eingerichtet. Damit verbunden kommt es derzeit noch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der B 31 im Höllental. Dort haben die Brummis Probleme voran zu kommen, weil sie keine Winterausrüstung parat haben. Ebenso ist der Bereich der L 126 im Bereich Oberried bis Schauinsland und Todtnau betroffen. Auch hier gibt es für die Fahrzeuge Probleme bei der Fahrt auf der schneebedeckten Fahrbahn.

Starkregen sorgt für Behinderungen

Bis in die späten Abendstunden des Sonntages hatte der Starkregen noch für erhebliche Behinderungen in der Region gesorgt. Die Redaktion hat bereits berichtet.

So war es unter anderem im Freiburger Stadtteil Kappel sogar zu einem Stromausfall gekommen. Bis 18 Uhr meldete die Feuerwehr Freiburg 90 Einsätze. Diese wurden von 103 Angehörigen der Feuerwehr mit 16 Fahrzeugen bearbeitet. Mit dabei die Abteilungen Herdern, Oberstadt, Wiehre, Munzingen und Kappel.

In Bad Krozingen hatte die Freiwillige Feuerwehr im Verlauf des Nachmittages sieben Einsätze zu bewältigen.

Im Landkreis Lörrach auf der L123 zwischen Utzenfeld und Wieden kam es zu mehreren überfluteten Bereichen auf der Fahrbahn und einem kleinen Erdrutsch. Die Verkehrsbehinderungen und Gefahrenstellen konnten jedoch schon innerhalb weniger Stunden beseitigt werden.

Ebenfalls im Landkreis Lörrach - auf einer Nebenstraße, die von Schliengen südlich in Richtung Hertingen parallel westlich zur Bundesstraße B 3 verläuft - warfen starke Windböen schlagartig mehrere Bäume auf die Straße. Einem zu dieser Zeit passierenden Verkehrsteilnehmer fiel einer der Bäume auf den Wagen. Infolge dieses Ereignisses wurde er schwer verletzt, entging aber knapp Schlimmeren. Er konnte glücklicherweise noch selbstständig Rettungskräfte verständigen. Er wurde vor Ort durch Notarzt und Rettungsdienst erst versorgt und dann zur weiteren Behandlung in ein umliegendes Klinikum verbracht. Die Straße war derart in Mitleidenschaft gezogen, dass sie bis zum Morgen des 13.11.2017 gesperrt bleiben wird.

Im Landkreis Emmendingen drohte ein Teil der Trasse der Elztalbahn unterspült zu werden. In Winden im Elztal wurde durch den örtlichen Bauhof ein Rinnsal, welcher zu einem Ordentlichen Bach angeschwollen war umgeleitet indem ihm ein neues Bett gegraben wurde. Hierdurch konnte eine Unterspülung des Bahnkörpers verhindert werden.

Auf der B 294 zwischen Waldkirch und Denzlingen fiel ein Baum auf die Schnellstraße und blockierte die Fahrbahn. Er konnte durch die örtliche Feuerwehr beseitigt werden.

In Sexau wurde durch eine Sturm - Böe ein neben der Straße abgestellter Anhänger, welcher nicht ausreichend gegen Wegrollen gesichert war auf die Landstraße L 110 gerollt. Es kam glücklicherweise nicht zu Folgeunfällen.

Am Sonntag waren bis 18 Uhr aufgrund des ergiebigen Regens 10 Einsätze in der Stadt Pforzheim und im Enzkreis zu absolvieren. Der Regen der letzten Tage führte wie bereits Anfang Oktober dazu, dass an der Mülldeponie Hohberg die Sickergrube für die Oberflächenentwässerung überzulaufen drohte. Mit einem Spezial-Saugfahrzeug der Feuerwehr wurde daher Oberflächenwasser aus der Sickergrube abgepumpt. Das Wasser wird nach Rücksprache mit einem Vertreter der Stadtentwässerung Pforzheim im Pendelverkehr zum Buchbusch gefahren und dort in die Kanalisation eingeleitet.

Mittelbaden

Starker Wind und ergiebige Regenfälle haben nicht nur die Wasserläufe im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums sondern auch die Auftragsbücher des Führungs- und Lagezentrums und der Polizeireviere gefüllt. Zwischen 13 Uhr und kurz vor Mitternacht wurden am Sonntag rund 30 unwetterbedingte Einsätze zwischen Au am Rhein, Forbach, Wolfach und Ringsheim gezählt. Während die überwiegende Anzahl der Anrufer randvolle Bachläufe, umgestürzte Bäume und schwer passierbare Unterführungen ohne nennenswerte Schäden meldeten, mussten an zwei Rohbauten in Offenburg und Gaggenau Sturmschäden in Höhe von mehreren Zehntausend Euro bilanziert werden. An einem Bauvorhaben in der Straße `Im Feld´ in Gaggenau wurde der ungedeckte Dachstuhl eines Einfamilienwohnhauses aus den Ankern gerissen und das zugehörige Gerüst umgeworfen. Ein daneben befindlicher Baukran geriet durch die starken Windböen ebenfalls in bedrohliche Schieflage. Der Sachschaden dürfte nach ersten Schätzungen etwa 80.000 Euro betragen. In der Offenburger Oststadt sorgten die mit dem Unwetter einhergehenden Wassermassen für Unbehagen einer Eigentümergemeinschaft. Auf dem Flachdach eines Mehrfamilienhauses in der Hildastraße hatten sich rund 40.000 Liter Wasser gesammelt und so die Statik des Gebäudes bedroht. Hinzugerufenen Einsatzkräften der Feuerwehr Offenburg gelang es am späten Abend das Wasser abzupumpen und somit größeren Schaden abzuwenden.

In Baden-Baden wurde kurz nach 14 Uhr ein in der Lessingstraße geparkter Transporter von einem herabfallenden Ast beschädigt; bei Gernsbach ist die K 3700 zwischen den Wasserkraftwerken Klingelmühle und Röchling nach einem Erdrutsch in beide Richtungen gesperrt.

Die Gesamthöhe der Sachschäden kann noch nicht beziffert werden. Verletzt wurde niemand.

Kanton Thurgau

Der Sturm vom Sonntag liess im Kanton Thurgau zahlreiche Bäume umstürzen. Verletzt wurde niemand.

Im Laufe des Tages gingen rund 30 Schadensmeldungen aus dem ganzen Kantonsgebiet bei der Kantonalen Notrufzentrale ein. Die meisten davon betrafen umgestürzte Bäume, die von den örtlichen Feuerwehren wieder entfernt werden mussten.

Diverse umgestürzte Bauabschrankungen wurden durch die Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau wieder aufgestellt.

Beim Sturm kamen keine Personen zu Schaden, der Sachschaden kann noch nicht beziffert werden.

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