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23.01.2018 08:03

Hochwasser macht Straßensperrung erforderlich

Rheinmünster (mr) Seit Montag abend, 22.01.2018, werden die ökologische Flutungen im Polder Söllingen/Greffern (PSG) intensiviert. Der PSG wird vom Regierungspräsidium Karlsruhe betrieben. Die hohen Pegelstände des Rheins in Kehl-Kronenhof, mit für die nächsten Tage prognostizierten Abflüssen von über 2.200 Kubikmetern pro Sekunde, ermöglichen diese größeren Flutungen. Diese sind notwendig, um die ökologischen Funktionen des Polders zu gewährleisten. Während der Flutungen müssen einige Straßen im Bereich von Lichtenau und Rheinmünster voraussichtlich bis Ende dieser Woche gesperrt werden.

Betroffen von den Sperrungen sind die Kreisstraße K 3744 von Lichtenau-Grauelsbaum bis zur Landesstraße L 85, die Kreisstraße K 3758 von der Russenstraße bis Rheinmünster-Greffern, die Tullastraße in Rheinmünster und die Rheinseitenstraße in Lichtenau. Zudem werden die Wildrückzugsgebiete abgesperrt. Der Schifferweg und die Kreisstraße K 3733 werden zu „Sackgassen“. Gegebenenfalls muss auch noch die K 3758 von der Staustufe Iffezheim bis zur Russenstraße gesperrt werden. Die Landesstraße L 85 zur Fähre Greffern bleibt zunächst befahrbar.

Die Schutzmaßnahmen des PSG sind bereits seit Tagen mit drei Schöpfwerken und der Anlage zur Grundwasserhaltung in Betrieb. Im abgesperrten Bereich rechnet das Regierungspräsidium Karlsruhe mit „Ausuferungen“ von Gewässern und flächigeren Überflutungen. Einige Hochlagen können jedoch wasserfrei bleiben.

Hintergrundinformation Der PSG wurde im Rahmen des Integrierten Rheinprogrammes (IRP) erstellt und im November 2005 seiner Bestimmung übergeben. Ein mehrstufiger Probebetrieb wurde 2007 und 2010 vorgenommen. Seither finden immer wieder ökologische Flutungen statt. Große Ökologische Flutungen wurden zuletzt in der Vegetationszeit im Juni 2016 durchgeführt.

Der Einsatz des Hochwasserrückhalteraumes zum Schutz der Unterlieger wird statistisch nur rund alle 30 Jahre oder seltener erforderlich. Finden in den Jahren dazwischen keine Flutungen statt, kann sich die für Auen und deren Lebensgemeinschaften charakteristische dynamische Stabilität nicht einstellen. Dies wird erst durch die regelmäßig in Abhängigkeit vom natürlichen Abflussgeschehen im Rhein durchzuführenden Ökologischen Flutungen gewährleistet. Für größere Rheinwasserentnahmen sind die Polderbereiche abzusperren.

Die Bevölkerung wird gebeten, die nötigen Absperrungen auch zur eigenen Sicherheit zu respektieren und von Besuchen am Rhein abzusehen.

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