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06.07.2017 12:05

Biomüll wird im Juli stichprobenartig analysiert

Villingen-Schwenningen (mr) Immer wieder fällt dem Amt für Abfallwirtschaft auf, dass in der braunen Tonne nicht ausschließlich Bioabfälle entsorgt werden, sondern auch Plastiktüten und Folien, noch verpackte Lebensmittel und andere Fremdstoffe. Oftmals ist nicht bekannt, dass diese falsche Entsorgung zu erheblichen Problemen in der Bioabfallvergärungsanlage in Deißlingen führt. Dort wird der Biomüll aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis zu Biogas vergärt. Das Biogas wiederum wird in Strom umgewandelt und die Gärreste für Düngezwecke in der Landwirtschaft eingesetzt. Diese Gärreste und Komposte müssen so weit wie möglich von Störstoffen wie Plastikteilchen frei sein. Nur saubere Komposte sind sinnvolle und ökologisch wertvolle Alternativen etwa zu Mineraldüngern. Auch die gängigen Gütekriterien und gesetzlichen Vorgaben für Komposte haben sich verschärft. Die Fremdstoffe, die immer wieder im Biomüll auftauchen, verursachen zudem hohe Kosten in der Verarbeitung. Dies schlägt sich dann in den Müllgebühren nieder.

Aufgrund einer Initiative der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg werden im Juli in vorab festgelegten Gebieten des Landkreises Sammlungen durchgeführt. Dabei sollen alle über den Biomüll entsorgten Abfälle genau aufgeschlüsselt und deren Mengenanteile bestimmt werden. Die Untersuchung ist Teil eines Forschungsprojektes des Umweltministeriums Baden-Württemberg, welches die Kosten für das Projekt trägt.

Martin Fetscher, Leiter des Amtes für Abfallwirtschaft beim Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis in Villingen-Schwenningen: "Wir versprechen uns ebenfalls wertvolle Erkenntnisse aus der Teilnahme an dieser Untersuchung."

Die betroffenen Gebiete sind so gewählt, dass sie die Bebauungsstruktur im Schwarzwald-Baar-Kreis widerspiegeln. Ein Team wird in jedem Untersuchungsgebiet so viele Biomüllbehälter zusammenschütten, bis eine repräsentative Menge vorhanden ist, welche dann analysiert wird. Somit können auch keine Rückschlüsse auf einzelne Bürger gezogen werden. Die Einsammlung und Leerung der ausgewählten Biotonnen erfolgt nicht wie gewohnt über ein Müllsammelfahrzeug, sondern über einen LKW mit Ladepritsche, welcher bereits früh morgens vor dem Müllsammelfahrzeug unterwegs ist.

Die Untersuchung wird im Winter ein weiteres Mal durchgeführt. Eine Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse für den Landkreis ist nach Projektabschluss vorgesehen.

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