Erst Schüsse, dann Festnahme
(Offenburg) In Offenburg kam es zur Schussabgabe. Deshalb werden jetzt Zeugen gesucht. Nach den Schussabgaben am Sonntagabend auf dem ...
In Offenburg kam es zur Schussabgabe. Deshalb werden jetzt Zeugen gesucht. Nach den Schussabgaben am Sonntagabend auf dem Parkplatz eines ehemaligen Einkaufszentrums in der Schutterwälder Straße haben die Beamten der Kriminalpolizei eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Derzeit steht der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts im Raum. Nach aktuellen Erkenntnissen soll gegen 18:30 Uhr ein Auto auf den Parkplatz gefahren und daraus vier jungen Männer ausgestiegen sein. Die vier Männer seien laut Schilderung von Zeugen auf eine bereits auf dem Parkplatz befindliche Gruppe von mutmaßlich sieben Personen zugelaufen, wobei sich in der Folge eine verbale Auseinandersetzung zwischen ihnen entwickelte. Weshalb es in der Folge zu mehreren Schussabgaben in Richtung eines Weglaufenden kam, ist weiterhin Teil der Ermittlungen. Fest steht, dass alle auf dem Parkplatz Anwesenden nach den Schüssen mit verschiedenen Autos in unterschiedliche Richtungen weggefahren sind. Noch in der Nacht wurde der Parkplatz und die umliegenden Gebäude nach Beweismitteln in Zusammenhang mit der Schussabgabe abgesucht. Erfolgte Spurensicherungsmaßnahmen durch Kriminaltechniker lassen darauf schließen, dass eine scharfe Schusswaffe verwendet worden sein dürfte. Die bisherigen Feststellungen deuten ferner darauf hin, dass die auf dem Parkplatz aufeinandergetroffenen Personen sich bereits im Vorfeld gekannt haben dürften. Bei den bislang erfolgten Ermittlungen zur Identität der Beteiligten rückte ein amtsbekannter Heranwachsender in den Fokus,
der mit den abgegebenen Schüssen in Verbindung stehen soll. Der 20-Jährige wurde am Montagnachmittag durch Spezialkräfte in einem Industriegebiet in Offenburg festgenommen und befindet sich derzeit in polizeilichem Gewahrsam. Das Motiv und die Hintergründe des Vorfalls sind noch undurchsichtig und gilt es durch die eingerichtete Ermittlungsgruppe aufzuhellen. Hierzu erhoffen sich die Beamten
weiterhin Hilfe aus der Bevölkerung. Zeugen des Geschehens werden daher gebeten, sich unter der Rufnummer: 0781 21 2820 zu melden.
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